Namensliste der Bürgermeister aus Mulhouse (F)
Josue
Koechlin 02.12.1756 - 18.05.1830 Bürgermeister von 1811-1814 |
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*Cousin von Jean Mathieu Dollfus |
Joseph
Charles Emile Koechlin 06.12.1796 - 25.10.1863 Bürgermeister von 1852-1863 |
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*Sohn von Josue Koechlin |
Jean
Jacques Koechlin 13.03.1776 - 16.11.1834 Bürgermeister von 1814/1815 + 1819/1820 |
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*Cousin von Joseph Charles Emile Koechlin |
Jean
Henri Dollfus "Sohn" 28.09.1755 - 09.12.1825 Bürgermeister von 1814/1815 + 1821-1825 |
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*Onkel von André Koechlin |
André
Koechlin 03.08.1789 - 24.04.1875 Bürgermeister von 1830/31 + 1832-1843 |
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*Cousin von Jean Jacques Koechlin |
Charles
Emile Dollfus 10.04.1805 - 27.08.1858 Bürgermeister von 1843-1848 |
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*Bruder von Jean Mathieu Dollfus |
Emile
Koechlin 28.05.1808 - 03.05.1883 Bürgermeister von 1848-1852 |
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*Neffe von Jean Jacques Koechlin |
Jean
Mieg-Koechlin 06.09.1819 - 04.07.1904 Bürgermeister von 1872-1887 |
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*Schwiegersohn von Joseph Charles Emile Koechlin |
INDUSTRIE in der Region
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Georges
Frederic Louis Japy 22.05.1749 - 04.01.1812 Industrieller und Uhrmacher Gründete 1777 die eigene Firma JAPY Um 1780 produzierten etwa fünfzig Arbeiter 2.400 Uhrenskizzen montrepro Monat. Die Fabrik beschäftigte 1806 500 Arbeiter, die 12.734 Entwürfe pro Monat durchführten. |
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*Vater der Grosstante durch Heirat der Ehefrau des Grossneffen 2.Grades des Ehemanns der Ur-Enkelin des Ehemanns der Grosstante 5.Grades der Ehefrau des 2xUr-Grossonkel 14. Grades der Ehefrau des Ur-Grossonkel 5.Grades der Schwägerin der Ehefrau des Ur-Grossneffen des 2xUr-Grossonkel durch Heirat von Fabian Coulot |
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Im Jahr
1806 nahm er 3 seiner Söhne in die
Geschäftsleitung, welche nach seinem Tod 1812
den Betrieb übernahmen. Ab 1850 wurden die Uhren mit JAPY FRERES &CIE gezeichnet. Frederic Guillaume Fritz Japy (19.04.1774-16.10.1854) Louis Frederic Japy (27.02.1777 - 14.03.1852) Jean Pierre Japy (20.03.1785 - 17.01.1863) |
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Impressionen aus dem Japy Museum in Beaucourt (F) |
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Dreyfus Affäre |
Das belastende Schriftstück |
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Die Dreyfus-Affäre war ein Justizskandal, der die französische Politik und Gesellschaft in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts tief spaltete. Er betraf die Verurteilung des Artillerie-Hauptmanns Alfred Dreyfus 1894 durch ein Kriegsgericht in Paris wegen angeblichen Landesverrats zugunsten des Deutschen Kaiserreichs, die in jahrelange öffentliche Auseinandersetzungen und weitere Gerichtsverfahren mündete. Die Verurteilung des aus dem Elsass stammenden jüdischen Offiziers basierte auf rechtswidrigen Beweisen und zweifelhaften Handschriftengutachten. Für die Wiederaufnahme des Verfahrens und den Freispruch Dreyfus’ setzten sich zunächst nur Familienmitglieder und einige wenige Personen ein, denen im Verlauf des Prozesses Zweifel an der Schuld des Angeklagten gekommen waren. Der Justizirrtum weitete sich zum ganz Frankreich erschütternden Skandal aus. Höchste Kreise im Militär wollten die Rehabilitierung Dreyfus’ und die Verurteilung des tatsächlichen Verräters Major Ferdinand Walsin-Esterházy verhindern. Antisemitische, klerikale und monarchistische Zeitungen und Politiker hetzten Teile der Bevölkerung auf, während Menschen, die Dreyfus zu Hilfe kommen wollten, ihrerseits bedroht, verurteilt oder aus der Armee entlassen wurden. Der bedeutende naturalistische Schriftsteller und Journalist Émile Zola musste beispielsweise aus dem Land fliehen, um einer Haftstrafe zu entgehen. Er hatte 1898 mit seinem berühmt gewordenen Artikel J’accuse…! (Ich klage an …!) angeprangert, dass der eigentlich Schuldige freigesprochen wurde. Die im Juni 1899 neu gebildete Regierung unter Pierre Waldeck-Rousseau setzte auf einen Kompromiss, nicht auf eine grundsätzliche Korrektur des Fehlurteils, um die Auseinandersetzungen in der Affäre Dreyfus zu beenden. Wenige Wochen nach seiner zweiten Verurteilung wurde Dreyfus begnadigt. Ein Amnestiegesetz garantierte gleichzeitig Straffreiheit für alle mit der Dreyfus-Affäre im Zusammenhang stehenden Rechtsbrüche. Lediglich Alfred Dreyfus war von dieser Amnestie ausgenommen, was es ihm ermöglichte, sich weiter um eine Revision des Urteils gegen sich zu bemühen. Am 12. Juli 1906 hob schließlich das zivile Oberste Berufungsgericht das Urteil gegen Dreyfus auf und rehabilitierte ihn vollständig. Dreyfus wurde wieder in die Armee aufgenommen, zum Major befördert und darüber hinaus zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt. Der strafversetzte Major Marie-Georges Picquart, ehemals Leiter des französischen Auslandsnachrichtendienstes (Deuxième Bureau) und eine Schlüsselfigur bei der Rehabilitierung von Alfred Dreyfus, kehrte mit dem Rang eines Brigadegenerals in die Armee zurück. Die Dreyfus-Affäre war nach dem Panamaskandal und parallel zur Faschoda-Krise der dritte große Skandal in dieser Phase der Dritten Republik. Mit Intrigen, Fälschungen, Ministerrücktritten und -stürzen, Gerichtsprozessen, Krawallen, Attentaten, dem Versuch eines Staatsstreiches (23. Februar 1899) und einem zunehmend offenen Antisemitismus in Teilen der Gesellschaft stürzte die Affäre das Land in eine schwere politische und moralische Krise. Insbesondere während des Kampfes um die Wiederaufnahme des Gerichtsverfahrens war die französische Gesellschaft bis in die Familien hinein tief gespalten. |
Die Putzfrau Marie Bastian spionierte von Zeit zu Zeit für den französischen Nachrichtendienst, als sie im Palais Beauharnais, der damaligen deutschen Botschaft in Paris, arbeitete. Am 25. September 1894 entwendete sie unter anderem ein zerrissenes Schreiben aus dem Papierkorb des deutschen Militärattachés Oberstleutnant Maximilian von Schwartzkoppen. Der französische Nachrichtendienst setzte den Brief wieder zusammen; es war ein nicht unterschriebenes Begleitschreiben zu einer Sendung von fünf geheimen militärischen Dokumenten:
Aus diesem sogenannten Bordereau, einem Verzeichnis beigefügter Dokumente, ging hervor, dass ein französischer Generalstabsoffizier dem deutschen Geheimdienst vertrauliche Informationen zugespielt hatte. Der französische Auslandsgeheimdienst leitete das Schriftstück direkt an das französische Kriegsministerium weiter. |